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Jobs

Manchmal kommt man als Student um´s Jobben einfach nicht herum um das Finanzierungskonzept auf solide Beine zu stellen. Aber auch wertvolle Erfahungen für die Berufswahl und für den Einstieg ins Berufleben können hier gesammelt werden. Welche Formen es gibt und was dabei zu beachten ist, wird hier vorgestellt.

Der Werkstudent

… ist ein ordentlich eingeschriebener Student, der eine bezahlte Tätigkeit mit Bezug zum Studieninhalt ausübt. Im Gegensatz zum Praktikum wird die Arbeit neben dem laufenden Studium ausgeübt. Sie ist in der Regel unbefristet und auf max. 20 Stunden pro Woche beschränkt.
Ziele der Studenten liegen in der Anwendung des während des Studiums Gelernten sowie die Aneignung praktischen Wissens. Zudem bietet die Werksstudententätigkeit die Gelegenheit, potenzielle zukünftige Arbeitgeber kennen zu lernen. Auf Seite der Arbeitgeber ist diese Art der Beschäftigung eine geeignete Möglichkeit, Nachwuchskräfte frühzeitig zu finden und an das Unternehmen zu binden.

Der Praktikant

… übt eine meist auf drei bis zwölf Monate begrenzte Vollzeitbeschäftigung mit dem Ziel aus, praktische Erfahrung für den angestrebten Beruf zu sammeln. Gleichzeitig stellt ein Praktikum eine gute Möglichkeit für Betriebe und Praktikanten dar, sich als zukünftiger Arbeitgeber bzw. Arbeitnehmer kennen zu lernen.
Bei Praktika kann es sich um freiwillige oder solche handeln, die im Rahmen der Ausbildung/des Studiums vorgeschrieben sind.

der Freiberufler

… übt eine selbstständige Tätigkeit aus, die nicht der Gewerbeordnung unterliegt. Er erbringt auf Rechnung für einen Auftraggeber geistig-ideelle Leistungen, die einer besonderen Qualifikation bedürfen.
Freiberufliche Tätigkeiten werden aufgeteilt in sog. Katalogberufe und den Katalogberufen ähnliche Berufe. Zu den Katalogberufen zählen Heilberufe (Ärzte, Heilpraktiker u.a.), rechts-, steuer- und wirtschaftsberatende Berufe (Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater u.a.), naturwissenschaftliche und technische Berufe (Architekten, Ingenieure u.a.) sowie sprach- und informations¬vermittelnde Berufe (Journalisten, Übersetzer u.a.). Für Studenten interessante ähnliche Tätigkeiten sind insbesondere beratende, künstlerische sowie Lehrtätigkeiten. Eine gute Übersicht, welche Tätigkeiten hierunter fallen, und eine Abgrenzung zum Gewerbetreibenden gibt der Bundesverband der Freien Berufe unter www.freie-berufe.de. Unbedingt zu beachten sind die Regelungen zur Scheinselbstständigkeit, um nicht den Status der Freiberuflichkeit zu verlieren.

Der Start ist für Freiberufler – auch Freelancer genannt – denkbar einfach: Eine Steuernummer beim Finanzamt beantragen und schon kann´ s losgehen. Die Anmeldung eines Gewerbes muss nicht erfolgen, der Freiberufler ist damit nicht gewerbesteuerpflichtig. Ist nicht eindeutig klar, ob es sich um eine freiberufliche oder gewerbliche Tätigkeit handelt, hat das Finanzamt das letzte Wort.

der Gewerbetreibende

… ist selbstständig tätig, aber kein Freiberufler. Ebenso wie dieser erbringt er für einen Auftraggeber eine Leistung auf Rechnung, allerdings fällt seine Tätigkeit nicht unter die Katalogberufe oder die den Katalogberufen ähnlichen Berufe (s. Der Freiberufler). Als Gewerbetreibender ist eine Gewerbeanmeldung notwendig, die allerdings für die meisten Gewerbearten schnell und unkompliziert zu haben ist. Sie ist beim zuständigen Gewerbe-/Ordnungsamt für paar Euro erhältlich.

Für eine selbstständige Tätigkeit – egal ob freiberuflich oder selbstständig – spricht, dass man in der Wahl von Arbeitszeit und -ort weitgehend unabhängig ist. Gerade Studenten kommt diese Arbeitsweise meist entgegen. Mit den Freiheiten ist gegebenenfalls aber auch ein Mehr an Verantwortung und Arbeit verbunden: Um Steuern und Versicherungen (falls gewünscht und sinnvoll) muss man sich selbst kümmern, dazu Rechnungen schreiben etc. Allerdings ist dieser zusätzliche Mehraufwand gerade bei niedrigen (Neben-) Einkommen überschaubar und sollte einen angehenden Selbstständigen nicht davon abhalten, sein eigener Chef zu werden.

der 400,- Euro Jobber

… geht einer geringfügig entlohnten Beschäftigung nach, bei der das Arbeitsentgelt regelmäßig 400 Euro im Monat nicht übersteigt. Bis zu dieser Grenze ist der Arbeitnehmer von der Sozialversicherung befreit. Die Pauschalabgaben werden vom Arbeitgeber getragen, d. h., dass der Arbeitnehmer das Arbeitsentgelt brutto für netto bekommt. Ebenso verhält es sich mit Tätigkeiten, die der Arbeitnehmer maximal 50 Arbeitstage bzw. zwei Monate ausübt: Auch bei einer solchen kurzfristigen Beschäftigung handelt es sich um einen Minijob.

Link-Tipps

Infos zu Minijobs:
www.minijob-zentrale.de

Allgemeine Infos und Definitionen zur Selbstständigkeit:
de.wikipedia.org/wiki/Freiberufler de.wikipedia.org/wiki/Gewerbe
www.freie-berufe.de

Infos, Tipps & Tools für Gründer:
www.e-lancer-nrw.de
www.existenzgruender.de

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